The King Bees- „Stingin““ (Styx Records)

Oft passiert es doch, das man sich bei einem Gig einer Band die total abging dann eine CD kauft und zuhause eine Enttäuschung erlebt: im Studio klingt das alles viel fader, steriler. „Aber live, die musst Du mal gehört haben, das ist ganz anders ……“und es ist sehr schwer jemanden unbedarften die Begeisterung für die so eben gehörte Band zu vermitteln. Die CD wandert dann meist ins Regal, und dort bleibt sie auch und verstaubt.
Ganz anders bei der aktuellen CD der King Bees.  „Stingin“ ist eine Platte, die von der ersten bis zur letzten Nummer überzeugt.
Veröffentlicht auf Peter Müllers Styx Records reiht sich „Stingin`“ in eine langsam, aber stetig wachsend  Reihe erstklassig produzierter Alben größtenteils heimischer Künstler ein.
Der Mann weiß halt, wie der Hase läuft!!
Die King Bees waren und sind immer eine Band die ihren eigenen Weg gesucht und ihn meiner Meinung auch gefunden hat.
Viele Lieder dieser Scheibe könnte ich beschreiben, indem ich sage „klingt wie“, doch in der letzten Konsequenz klingen sie immer wie die King Bees.
Sollte ich irgendwann einen Ahnungslosen den Sound der King Bees erklären müssen (und stünde hinter mir jemand mit einer durchgeladenen Tommy-Gun), so würden mir schweißüberströmt Sätze wie „klingt ein wenig wie wann The Bluesband bei den Sessions zu „Brand Loyality“ im Pub nebenan B.B. King kennen gelernt hätten, die Juke box auf einer Best of Jump CD hängen geblieben wäre, Und nicht vergessen sollte man J.J. Cales Foto mit Autogramm, dessen Laid Back Sound über dem Raum schwebt.

Mit Herby Dunkel (gtr, voc), Ali Nebel (bs) ,Eugen Pernkopf (voc), Rainhard Dlapa ( dr),und Hannes Durst (Gtr) ging eine live erprobte Mannschaft ins Studio. Eh schon fast ein King Bee (auf jeden Fall ein King Harp) schaute noch Gerry Lülek (harp) vorbei, der unermüdlich spielende Raphael Wressnig (org,p) nahm seine Tasten mit und August Lehfuss(tr) und und Nikolaos Afentolidis (sax) waren mit ihren Tröten dabei.

Mit zwei Ausnahmen stammen alle Nummern aus der eigenen Feder, ein weiterer Aspekt, der erfreut. Vor allem, daß die Songs sich allesamt auf einem sehr hohen Standard befinden.

Mit „Stingin´“ erschien somit ein weiteres gehaltvolles Album einer Band aus der immer mehr zur Weltklasse zählenden Wiener Szene.

Clever