Corey Stevens-Albertville(Ruf-Records)

Mit Corey Stevens CD Albertville stellte sich also wieder einmal ein mir bis dato gänzlich unbekannter Blueser vor.
Beim ersten Mal durchhören viel mir vor allem eine sehr fette Gitarre auf, dann wanderte die Cd fürs erste Mal in das Fach für später.
Bei weiteren Hördurchgängen viel mir eine gewisse Ähnlichkeit mit SRV und Albert King auf. War nicht Albert King einer von Steves Vorbildern?
Noch mal später kamen mir dann etliche Nummern sehr bekannt vor. Albertville- und allmählich dämmerte es mir (da ich in meinem Chaos die Info der Plattenfirma verschlampt hatte, brauchte ich ein wenig länger):Da hat der Knabe tatsächlich seinem Idol eine kleine Statue errichtet.
Von den zehn Nummern auf der Scheibe gehen so grob geschätzt mal acht bis neun auf Albert Kings Kappe, zumindest gespielt hat er sie das eine oder andere Mal.(Das Blue Suede Shoes  n i c h t von Albert ist, weis ich selbst, Danke!)
Jedenfalls haben wir hier eine sehr gut gemachte CD mit tollen Albert King Covers die von dem mir sehr versiert erscheinenden Gitaristen und Sänger aus Illinois souverän vorgetragen werden.
Eine kompakte Band trägt auch das ihre dazu bei, das die Scheibe bald meine wohlwollende Zustimmung erhält.
Auch Mr.Remy, der seinen Unmut über schlechte Musik gerne durch lautes bellen kund tut, liegt sichtlich zufrieden zu meinen Füßen und scheint die Musik durchaus zu genießen.
Höchst Zeit also, die Band vorzustellen: Da wäre mal Corey Stevens selbst an der Gitarre und Gesang, Steve Ferrone am Schlagwerk, Kori Lynn Stevens bedient den Bass und das Piano, Paul Testa hat sich mit seiner Hammond weit in mein Herz gespielt, und Aaron Wiener, Max Felshem und J.Cortez geben einen Bläsersatz mit Trompete, Sax und Posaune.
Nummern wie Cold Woman With Warm Hearts, I Get Evil, Got To Be Some Changes Made oder That?s What  The blues Is All All About  braucht man dem Bluesfeund wohl nicht näher vorzustellen, alleine die Bemerkung ? superb gespielt” sollte reichen.
Breaking Up Sombodys Home ragt unter all den guten Songs besonders raus, und ist für mich der absolute Hammer!! Hier gelingt es Corey Harris doch tatsächlich jenen Zauber, den sonst nur Nummern der Blues Band eigen ist, perfekt einzufangen und Gänsehaut bescherend durch die Lautsprecher zu jagen. Meine Hochachtung und Hut ab !!
Als etwas gewöhnungsbedurftig erweist sich das oben schon erwähnte Blue Suede Shoes.So langsam dahingehatscht sind diese alten Latschen  sicher noch nicht oft.
Little Brother(Make A Way) macht nicht zuletzt wegen den Bläsern Laune auf die Karibik

Allesamt eine Scheibe der man ruhig sein Vertrauen geben kann und die sich eine Change in unseren Playern verdient hat.

Clever